Vom 7. bis 11. August tauchten 15 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren im Rahmen eines fünftägigen Ferienworkshops in die Welt des Livestreamings ein. Gemeinsam mit dem musiculum, der musikalischen Lern- und Experimentierwerkstatt, konnten die Teilnehmenden mit Unterstützung von Thorben und Max in Kleingruppen ein eigenes Streaming-Format entwickeln und umsetzen. Die professionellen Räumlichkeiten boten dafür den idealen Ort: viel Platz zum Ausprobieren, genügend Technik und ein kreatives Umfeld, in dem die Jugendlichen eigene Ideen vor der Kamera realisieren konnten.
Ziele des Workshops
Ziel des Workshops war es, den Jugendlichen praxisnah zu vermitteln, was Livestreaming ausmacht – und warum das „Live-Sein“ besondere Herausforderungen mit sich bringt. Neben einem technischen Grundverständnis für Kamera, Mikrofon, Software und Licht spielten auch Themen wie Jugendschutz, Sicherheit im Netz und Verantwortung vor der Kamera eine wichtige Rolle.
Am Ende der Woche hatten alle Gruppen einen eigenen Sendeablaufplan erstellt, ihr Streaming-Setup eingerichtet und ihre Show eigenständig live durchgeführt.
Zwischen Theorie, Technik und Teamwork
Ein klar strukturierter Tagesablauf unterstützte die Jugendlichen dabei, ihre Projekte zu planen. Die Vormittage starteten mit kurzen Theorieeinheiten, gefolgt von praktischen Übungen an Kamera und Computer.
Für die Mittagspause ging es gemeinsam ins fleet, wo das vom musiculum organisierte Essen für neue Energie sorgte. Der gemeinsame Fußweg entwickelte sich schnell zur willkommenen Bewegungspause und zum Austauschmoment zwischen den Teilnehmenden.
Nach dem Mittagessen folgte die kreative Phase: Die Gruppen konnten ihre Konzepte weiterentwickeln, Abläufe proben oder die Technik testen. Schritt für Schritt entstanden so individuelle Live-Formate, die am letzten Tag vor Publikum präsentiert wurden.
Finale Live-Sendung vor echtem Publikum
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Abschlusspräsentationen. Jede Gruppe hatte eine rund dreiminütige Livesendung vorbereitet – von Game-Shows über Let’s Plays bis hin zu kleinen Challenges. Besonders beliebt war das Sandbox-Spiel Minecraft, das in vielen Konzepten als Grundlage diente.
Bereits bei der Generalprobe am Donnerstag kam echtes Live-Gefühl auf – inklusive kleiner Patzer, die dazugehören. Mit den letzten Feinschliffen am Freitagvormittag waren dann alle bereit für die Bühne:
Vor Eltern sowie Teilnehmenden eines Parallel-Workshops führten die Jugendlichen ihre Shows live durch. Über einen interaktiven Chat konnte das Publikum sogar direkt reagieren und mit den Streamenden interagieren – ganz wie bei echten Online-Streams.
Der abschließende Applaus zeigte deutlich, wie viel Begeisterung in den fünf Tagen entstanden ist.
Fazit und Ausblick
Der Workshop hat gezeigt, wie spannend und zugänglich Livestreaming sein kann, wenn Jugendliche selbst ausprobieren dürfen, was normalerweise nur bei großen Streamer*innen im Internet zu sehen ist. Die Verbindung aus Theorie und Praxis bot einen motivierenden Lernraum, in dem viele Teilnehmende gerne noch weiter an ihren Formaten gearbeitet hätten.
Wir freuen uns schon darauf, auch künftig kreative und medienpädagogische Projekte rund um Gaming und digitale Produktion anzubieten – und vielleicht gibt es schon bald die nächste Gelegenheit, wieder live „on air“ zu gehen.







